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Children of Himalaya
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Netzwerktechnik & Webprogrammierung Ulf Stephan
15.11.02 19:17 Alter: 18 yrs

B02b/ 10.2002 Reise Oktober 2002 Schule Jispa

 

Sonntag, den 20.10.

reise ich - Kay Schlag, 2. Vorsitzender - von Kiel über HH, Wien nach Delhi.

Satinder Singh - 1. Vorsitzender - holt mich ab und wir übernachten von 3.oo Uhr bis 7.oo Uhr in Delhi.

 

Montag, den 21.10.

Fahrt von Delhi nach Nalagarh am Fuß des Himalaya 300 km (8 Stunden) mit dem guten Ambassador 1500 LD und unserem bewährten Fahrer Mr. Mukesh Sharma. An dieser Stelle ein ganz herzliches Danke an "Papa" Singh aus Patiala, der Fahrer und Auto wieder einmal uns zu Verfügung stellte.

In Nalagarh treffen wir Helga Wiese, Mitglied des "Fördervereins CoH e.V." und Arno Blank. Diese hatten schon mit Herrn Singh eine Woche Nordindien bereist.

 

Dienstag, den 22.10.

Fahrt Nalagarh nach Manali 285 km (12 Stunden). Landschaftlich wunderschön und immer bergauf bis 2100 m. In Kullu machen wir Rast im Hause von unserem Mitglied Mr. Ravi Thakur und führen erste allgemeine Gespräche. Wir überreichen bei Buttertee die Mitgliedsurkunde.

 

Mittwoch, den 23.10.

Herzlicher Empfang von Mrs. Pallcid, der Principal der Schule von Manali des Himalayan Buddhist Cultural Assosiation. Die Kinder sind gerade beim Essen auf dem Hof. S. Singh unterhält sich lange Zeit mit Mrs. Pallcid über den Gesundheitszustand der Kinder, über Veränderungen nach unseren Besuchen in 2001 und unseres Gespräches im Juli 2002 in Jispa.

"Dorfbummel" in Manali, Akklimatisation, Organisation unserer Fahrt für Donnerstag.

 

Donnerstag, den 24.10.

Wir starten früh mit einem Quallis von Toyota und es soll der schönste Tag unserer Reise werden. Blauer Himmel, - azur - wie blauer er nicht in Italien sein kann, die Sonne scheint und die Berge sind oberhalb mit Schnee bedeckt. Das Laub der Bäume ist bunt gefärbt und erinnert an den Indian Summer in Nordamerika. Nach dem wir den Rothan-Pass (4.000 m hoch) passiert haben sind wir alleine - fast. Keine Trucks, nur wenigen Quallis begegnen wir. Die Gefahr von mehr Schnee und der Sperrung des Rothan-Passes ist zur Zeit noch nicht gegeben. Aber es dauert nicht mehr lange und so sind alle Transporteure vorsichtig. Noch ist es warm in der Sonne, aber nach Sonnenuntergang wird es empfindlich kalt, 3-5 o C. Um 17.ooUhr erreichen wir Jispa und sind sehr erfreut über den Anblick der Schule. Im Dorf treffen wir auf gute Bekannte, und nach einem kurzen Schwätzchen stößt Mr. Bir Singh zu uns. Wir fahren zurück nach Keylong in unser Quartier.

 

Freitag, den 25.10.

Nach 11/2 stündiger Fahrt von Keylong nach Jispa empfängt uns an der Schule mit Tee und Keksen das Bürgerkomitee. 2 Stunden sprechen wir ausführlich über das Geleistete, die Geldausgaben, weitere Maßnahmen hier besonders über die Dachkonstruktion und die sanitären Anlagen, Übergabe von Plänen, die unser Hamburger Architekten (O. Schlack) gefertigt hat und sind gemeinsam voller guten Mutes, dass am 15. Mai hier 30 Schüler und Schülerinnen einen neuen Lebensabschnitt beginnen werden. Es wird darüber ein Vermerk verfasst, der wie schon erprobt, von allen Beteiligten abgezeichnet werden soll.

Nachmittags fahren wir über Darsha in Richtung Baralach La. Doch es wird bitter kalt und so kehren wir zurück nach Keylong. Nachts im Bett trage ich 2 lange Hosen und behalte mehrere Hemden an. Im Gebäude wird nicht geheizt!

 

Samstag, den 26.10.

Zurück nach Manali. 150 km in 6 Stunden. Wieder erwartet uns ein schöner Tag. Die Straße ist an vielen Stellen gegenüber dem Sommer von den fleißigen Straßenarbeiter geflickt. Eine schwere und ungesunde Arbeit. Die Frauen und Männer - meist aus Gegenden wie Bangladesch - sind stark vermummt und schwarz von den Bitumenschwaden. Kurz nach der Ortschaft Tandi erwartet uns wieder das zauberhafte Bild der gefärbten Blätter im Gegenlicht. Aber die Orte sehen schon recht verlassen aus, viele kleine Bauernstellen sind winterfest gemacht. Nur vereinzelt aber dann ganz überraschend an unzugänglichen Stellen treffen wir noch Leute, die Reste der Ernte (Stroh) einbringen.

 

Sonntag, den 27.10.

Wir gehen noch einmal zu Mrs. Pallcid in die Schule von Manali. Die jüngeren Jahrgänge

spielen auf dem Schulhof - diesmal nicht in Schuluniform - und die Älteren sind zum "waschen" zu einer nahegelegenen warmen Quelle gegangen. Wir interessieren uns in erster Linie für die sanitären Anlagen, da wir einen Vergleich zur Schule in Jispa haben wollen. Die Schule hier befindet sich seit dem Sommer in einem eigenen Gebäude. Wir sind stark bedrückt über den baulichen Zustand, die beengten Verhältnisse und die einzigen Waschmöglichkeiten im Freien. Ein sehnlicher Wunsch der Lehrerschaft sind Duschen und ein wenig warmes Wasser.

 

Wir beschließen spontan, auch hier uns helfend einzubringen und in Absprache mit der Himalayan Buddhist Cultural Association in Delhi, Vorschläge zu erarbeiten.

Diese sollen dann von unseren Mitgliedern erörtert werden und im Frühjahr umgesetzt werden.

 

Montag, den 28.10.

Früh am Morgen treffen wir noch einmal Mr. Bir Singh. Er war tags zuvor in Kullu gewesen und hat über Möbel verhandelt und in Auftrag gegeben. Wir stimmten zu, dass er die teureren Matratzen ordert.

Danach fahren wir zurück in Richtung Delhi über Chandigarh. Knapp 300 km (11 Stunden).

 

Dienstag, den 29.10.

Wir werden sehr freundlich empfangen im Hause der Schwester von Satinder Singh. Der Schwager ist zur Zeit in den USA, Sohn Freddy muss beruflich nach Delhi und so führen uns Frau Kaur und Tochter Tipsy durch die Stadt. Diese wurde in den 60er Jahren von Franzosen auf dem Reißbrett geplant und erbaut. Sehenswert! Eigentlich untypisch für Indien. Breite Straßen mit Kreisverkehr, in Sektoren eingeteilte Stadtteile, breite Grünflächen und Häuserblöcke und auch Reihenhäuser. Wir besehen den "Stonegarden", den Gudwara, einen Sikh Tempel, und trinken Tee an einem künstlich angelegten See.

 

Mittwoch, den 30.10.

Nehmen wir Abschied von der Familie Singh/Kaur und weiter geht es nach Delhi.

 

Donnerstag, den 31.10.

Um 10.oo Uhr fahren wir in das Ministry of Home Affairs (Innenministerium) 5th Floor, Lok Nayak Bhavan, Khan Market, New Delhi. Es ist schon leider klar, daß wir Lama Zotpa nicht treffen werden (durch ein organisatorisches Missgeschick haben wir ihn verpasst, und zur Zeit befindet er sich in der Region um Padam), doch seinem Sekretär wollen wir alle Pläne der Schule Jispa und einen Zettel mit Notizen übergeben. Auf gewohntem Verbindungsweg werden wir dann nach seiner Rückkehr am 10.11. unser weiteres Vorgehen gemeinsam abklären.

 

Mr. Blupinder Kumar Blola führte uns dann in das Büro von Rev. T.K. Lochen Tulku Ringpoche, Chairman of Himalayan Buddhist Cultural Association zu einem kurzen Gesprächstermin.

Zufällig ist auch ein Vertreter der Deutschen Botschafter im Ministerium. Wir bemühen uns um ein Treffen, dass wegen Zeitmangel von Herrn Hans-Joachim Kiderlehn nicht zu Stande kommt.

 

Danach bummeln wir durch die Stadt und suchen nach einer Öllampe "Aladin"- umsonst..

 

Um 11.oo Uhr geht es zum Flugplatz und es heißt wieder einmal Abschied nehmen von unserem umsichtigen Begleiter Mukesh.

 

Freitag, den 01.11.

Startet um 3.oo Uhr die Maschine zurück über Wien nach Hamburg. Tobias holt uns ab und um

11.oo Uhr gibt es Frühstück zu Hause in Kiel.